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Zwei Sänger, zwei Gitarren,
eine Bühne im Kerzenschein und ein gut gefüllter Saal in der
„Comedia“ - mehr brauchte es nicht für ein Anne
Haigis-Konzert.
Begleitet wurde die in Bonn
lebende Rockröhre und ehemalige Wahl-Kölnerin Anne Haigis
von Jens Filser , ein versierter und leidenschaftlicher
Blues-Gitarrist, mit dem Haigis bereits seit vier Jahren auf der
Bühne steht und der ihr musikalisch zuverlässigen Rückhalt
bietet.
Haigis faszinierte das
Euskirchener Publikum nicht allein mit ihrer Stimme, sondern
auch mit ihrem Humor, der manchem Kabarettisten zur Ehre
gereichen würde. Auch zur Kreisstadt hat die Vollblutmusikerin
mit der wilden Mähne eine Beziehung. „Meine Hündin Elsa ist
ein Euskirchener Mädchen.“ Folglich begrüßte die Musikerin
auch die Züchterin ihres Vierbeines im Publikum.
Zusammen mit Jens Filser
begeisterte die Rockröhre, die gebürtig aus der Neckar-Region
kommt, die Fans in der „Comedia“. Das Repertoire, das die
beiden Gitarristen auf der Bühne boten, war abwechslungs- und
facettenreich.
Ihre Lieder klingen von südstaatlich-melancholisch
über swingend bis rockig. Mit ihren Interpretationen bedient
Anne Haigis die Nostalgiker ebenso gekonnt wie die Romantiker
und die Blues-Kenner. Die Mittfünfzigerin steht seit den 80er
Jahren auf der Bühne, sang schon Deutsch-Pop, Jazz sowie Blues.
Immer setzt sie ihren Liedern mit ihrer rauchigen und
kraftvollen Stimme einen persönlichen Stempel auf.
In Euskirchen präsentierte sie
einen musikalischen Mix aus mehr als 25 Jahren ihrer Karriere.
Das Highlight vor der Pause waren die beiden Lieder „Papa“
und „Nacht aus Glas“, die sie auch beim Trude Herr-Gedächtniskonzert
1996 auf der Kölner Domplatte gesungen hat. Dabei überzeugte
Jens Filser mit flinken Fingern an der Gitarre. Er sorgte für
begeisterten Applaus des Publikums.
Nach der Pause sprang dann der
Funke endgültig auf die Musikfans über. Beim Song „We are
ready for love“ gingen die Zuschauer richtig mit und
veranlassten die Künstlerin zur Aussage: „Wenn ihr alle
zuhause seit, bebt die Eifel heute Nacht“.
Auch bei der Zugabe ließ sich
Anne Haigis nicht lange bitten, nach „Standing Ovations“ des
Auditoriums legte sie noch einmal mit ihrer atemberaubenden
Stimme los und sorgte für einen rundum gelungenen Abend.
(Paul Düster)

©Foto
by Grebe
Anne
Haigis und Jens Filser konnten ihr Publikum in der Comedia
mit
ausdrucksstarken und emotionsreichen Songs begeistern.
Ein
Konzert, das für Gänsehaut sorgte
Die Sängerin Anne Haigis
begeisterte mit Jens Filser die Zuschauer. Das Ziel der
Musikerin bestand darin, dem Euskirchener Publikum Emotionen zu
entlocken. Das schaffte sie mit Balladen, Country, Blues und
Swing.
Euskirchen
- Anne Haigis braucht nicht viel, um präsent zu sein.
Eigentlich reicht es schon, wenn sie auf der Bühne erscheint
und ihre Gitarre in die Hand nimmt. Und wenn sie dann zum ersten
Stück anstimmt, hat sie ihr Publikum schon in der Hand.
Freie Plätze waren am
Donnerstagabend in der Comedia kaum noch zu sehen, der Name Anne
Haigis wirkte wie ein Magnet. Mit ihrer rauchigen und
kraftvollen Stimme rührt die Musikerin jeden an. Voller
Emotionen trug sie ihre Stücke vor. Mal melancholisch, leise
und zart, um dann wieder leidenschaftlich den Saal auszufüllen.
„Ich möchte dem Euskirchener Publikum Emotionen entlocken“,
sagte sie im Vorfeld. Und das ist ihr gelungen. Mit ihrem
Programm führte sie ihre Gäste durch ihre langjährige
Karriere und begeisterte. Balladen wechselten sich mit geraden
rockigen Stücken ab, dann swingte es leicht countrymäßig, um
im erdigen Blues zu landen.
Die Vollblutmusikerin trat an
diesem Abend jedoch nicht allein auf. Sie hatte Jens Filser
mitgebracht, der weit mehr als ein Begleitgitarrist war. Der gab
Anne Haigis zwar auch zuverlässigen Rückhalt für ihre Songs,
doch er brillierte immer wieder mit solistischen Einlagen.
Atemberaubend fegten die Finger über die Saiten, voller
Spannung erwartete man schon die nächsten Improvisationen.
Es war ein Konzert, das für Gänsehaut
sorgte und einen Querschnitt bot aus dem künstlerischen
Schaffen von Anne Haigis. Stücke von ihrer neuen CD „Good Day
for the Blues“ durften da natürlich nicht fehlen, wie
beispielsweise „Sweet forgiveness“ oder „Can't let go“
mit einem meisterhaften Gitarreneinstieg von Filser.
Auch
alte Songs
Aber auch Songs aus den 1980er
und 90er Jahre fehlten nicht. „Kinder der Sterne“, das Wolf
Maahn ihr geschrieben hat, war eines dieser Stücke, mit denen
Anne Haigis sich tief in die Seelen der Zuschauer sang. Ebenso
wie die Songs, die sie anlässlich einer Gedenkrevue für Trude
Herr auf der Domplatte in den 90er Jahren gesungen hatte. Es zog
sich ein Zauber durch den Abend. Anne Haigis kraftvolle Stimme
mit dem unnachahmlichen Timbre und Jens Filsers brillantes
Gitarrenspiel sorgten für ein unvergessliches Konzerterlebnis.
(Petra Grebe)
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