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Anne Haigis - Presseartikel
 

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Anne Haigis rockte die Rohrmeisterei

   
 

SCHWERTE Ihre Stimme ähnelt der von Gianna Nannini. Ihr Charme ist genauso tough wie der von Suzi Quatro. Und ihre Präsenz ebenso attraktiv wie die von Tina Turner. Bei den 48. Kleinkunstwochen stand die sympathische Sängerin aus Baden-Württemberg am Freitagabend vor ausverkauftem Publikum auf der Bühne.

Anne & Jens in Schwerte

Die richtigen Genießer verzichteten eh auf ihren Sitzplatz. Im Stehen konnten sie Haigis‘ Musik besser spüren. Einige tanzten. Andere groovten mit dem Kopf im Takt. Hauptsache, der Rhythmus ging durch den Körper.

Für ihre temperamentvolle und stimmgewaltige Musik brauchte Anne Haigis nicht viel. Einen Stuhl, ein Mikro, eine Gitarre und ihren musikalischen Partner Jens Filser.



Szenenapplaus für Gitarren-Dialoge

Ob Ballade oder Rock´n´Roll – die beiden rockten alles. Immer wieder lieferte sich das Duo heiße Gitarren-Dialoge. Der Szenenapplaus war ihnen gewiss. Jeder genoss die gemütliche Konzert-Atmosphäre. Frei, unbefangen und gefühlvoll. Passend zur Songliste des Abends.


© Foto by Bernd Paulitschke

 

Zwischen den Songs plauderte Anne Haigis aus dem Nähkästchen. Das machte sie sympathisch und nahbar. Als die Distanz zwischen Haigis und ihren Gästen verflogen war, ging sie in die Vollen: „Jetzt seid Ihr dran. Und es ist immer eine Frage der Betonung.“

"Top of the world" war Höhepunkt des Abends

In einem ihrer Songs fragte sie singend immer wieder: „Are you ready?“. Und das Publikum war sichtlich bereit: Lauthals antworteten ihr alle Zuhörer.

Einer der Höhepunkte des Abends war der Song „Top of the world“. Eine Herz-Schmerz-Ballade für Tränen- und Gänsehautattacken. Haigis‘ wohligwarme Stimme und Filsers gefühlvolles Gitarrenspiel unterstrichen die Atmosphäre des Liedes.

Grund genug für das Publikum, eine zweifache Zugabe zu verlangen. Mit Haigis‘ Interpretation von „One of us“ war dann der zweite Höhepunkt erreicht. Und alle Ohren nur noch auf Haigis‘ Sound gemünzt.


(Sarah Zaczek)
 

       

 

 

Herz und Seele der Fans berührt

Schwerte. Was für eine Stimme! Was für ein Sound! Was für ein Abend! Anne Haigis mit ihrer rauchigen, schwarzen Bluesstimme, begleitet von dem brillanten Gitarristen Jens Filser, verwandelte die Rohrmeisterei am Samstagabend in einen Bluesschuppen.

Was an diesem Abend an Gefühlen und Funken zwischen den exzellenten Musikern hin- und her sprang und schließlich auch aufs Publikum übergriff, das war große Klasse.

Es muss nicht immer die große Besetzung sein. Anne Haigis demonstrierte mal wieder, wie weniger manchmal mehr sein kann. Zusammen mit Jens Filser, der atemberaubende Soli produzierte und perfekt mit der Haigis sowohl instrumental als auch gesanglich harmonierte, begeisterte das Duo die über 300 Zuschauer.

„Good day for the blues”, Titel ihrer neuen CD, war auch Titel ihres Tour-Programms in der 48. Kleinkunstreihe. Doch mit dem Blues ging es erst in der zweiten Halbzeit so richtig los. Aber wie. Da heizte die Haigis das Publikum so richtig an: „Are you ready for a little bit hotter? Ich weiß, ihr habt den Blues”. Anne Haigis fragte, nein sie beschwor das Publikum - und die Bluesfans fungierten dann bis zum letzten Ton des hervorragenden Konzerts als stimmgewaltiger Chor.

Anne Haigis zog alle Register ihrer verwandlungsfähigen Stimme. Mal melancholisch, mal feinfühlig und zerbrechlich zart, mal kraftvoll. Mit ihrer rauchgeschwängerten Stimme verlieh sie jedem Stück einen ganz eigenen Charakter. Man hatte das Gefühl, sie macht nicht nur Musik, nein, sie lebt Musik.

Das Programm wechselte zwischen feinfühligen Nummern und kraftvolleren. Gänsehautmomente bescherte Anne Haigis mit dem Stück „Nacht aus Glas”, das Trude Herr, die 1991 starb, ein Jahr vor ihrem Tod geschrieben hat und in dem sie den nächtlichen Kampf gegen den herannahenden Tod lyrisch beschreibt. Ein gefühlvolles Stück, dem sich Anne Haigis mit sehr viel Sensibilität zuwandte.

Danach zogen Haigis und Jens Filser mit ihren Bluesnummern das Tempo wieder an. Sie improvisierten einige Songs derart, dass sie schon mal auf doppelte Länge gedehnt wurden und bekamen immer wieder spontanen Zwischenapplaus. Die beiden Musiker bewiesen, dass sie über das gewisse Etwas verfügen und den Rhythmus im Blut haben. Sie berühren mit ihrer ehrlichen Musik die Herzen und die Seelen ihrer Fans.

Schwerte 2009

 
Virtuoses Gitarrenspiel
  von Anika

Eine Überraschung hatte Anne Haigis den Schwertern mitgebracht: Ein 20-minütiges    Vorprogramm bestritt eine Gitarristin und Sängerin, die Anne Haigis entdeckt hatte. Anika wusste mit schönen Balladen und virtuosem Gitarrenspiel die Zuschauer zu begeistern.
Als nach knapp drei Stunden (Zugaben inklusive) ein hochklassiger Konzert-Abend zu Ende ging, ließ das Duo ein begeistertes Publikum zurück, das die beeindruckenden Musiker noch gern deutlich länger gefeiert hätte.

(Christel Radix)
 

       

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                                                                Update by MaKe-Design  16.03.2009