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Anne Haigis - Presseartikel
 

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Lieder, die das Leben spiegeln

   
 

Gute Zeiten für den Blues: Anne Haigis singt sich im ‚Konfetti’ in die Herzen der Zuhörer

„Früher habe ich immer gesagt dass ich Blues singe, wenn ich mal alt bin. Jetzt singe ich Blues und sage, dass ich Jazz singe, wenn ich mal alt bin“, bekennt eine bestens gelaunte Anne Haigis am Samstagabend im Neustadter ‚Konfetti’. Das sollte sozusagen die Erklärung für ihr neues Bluesalbum sein, welches sie zusammen mit dem Ausnahmegitarristen Jens Filser dem gespannten „Wespennest“-Publikum präsentierte.

„Glaubt mir kein Wort von dem, was ich sage“, relativiert sie wenig später, „glaubt mir nur, was ich singe“. Und das tut man sofort. Vom ersten Ton ihrer unnachahmlich rauchig-warmen Stimme an glaubt man der Sängerin, dass sie nicht nur unterhalten will. Anne Haigis lebt ihre Musik – und das geradlinig und ungeschminkt. Wie kaum eine andere bleibt sie nah am Publikum und singt Lieder, die das Leben spiegeln. Keine abstrakten Klanggebilde, sondern nachvollziehbare, ehrliche Songs in denen sie eine spontane und intime Verbindung mit ihren Zuhörern knüpft. Auch stilistisch bietet das Programm einiges. „Good day fort he Blues“ , der Titelsong ihrer aktuellen CD, ist ein Akustik-Sound-Spektakel, das – natürlich - sehr bluesig angehaucht ist. „Can’t let go“ , „Sweet forgiveness“ oder „Top of the world“ bieten eine gelungene Mixtur aus Country, Folk und Rock. Seit den 80er Jahren hat Anne Haigis ihren festen Platz auf deutschen und auch internationalen Bühnen gefunden, was nicht nur zahlreiche Fernsehauftritte belegen. Seitdem hat die Wahlkölnerin etliche Alben produziert und tourt eigentlich das ganze Jahr durch die Lande. Immer wieder gastiert sie auch in Nashville oder Los Angeles, die meiste Zeit aber verbringt sie hier auf heimatlichen Bühnen. „Auch im Konfetti“ war sie schon mehrfach zu Gast. Bei ihren Konzerten fehlt dann auch „No man’s land“ nicht, das sie schon vor vielen Jahren mit Eric Burdon gesungen hat. Ergreifend ist auch jedes Mal auf’s Neue das Lied „Sorry seems to bet he hardest word“ von Elton John, zu dem die unvergessene Trude Herr kurz vor ihrem Tod 1991 den traurig-tragischen Text „Nacht aus Glas“ schrieb und den Haigis auch 1996 zum fünften Todestag der Künstlerin auf der Kölner Domplatte vor tausenden Leuten sang.

Anne Haigis’ Duopartner Jens Filser begleitete mit seiner Akustikgitarre unglaublich virtuos und sprühte am Samstagabend, ebenso wie Haigis selbst, nur so vor Energie. Mit viel Einfallsreichtum und spürbarer Spielfreude überzeugt er neben Haigis als „Traumpartner“, der auch singt und mit warmer, satter Stimme überrascht. Schon beim ersten Stück ist das Publikum dabei, und zum Schluss will sie natürlich keiner gehen lassen. Genau das also, was man einen gelungenen Abend nennt.

(Judith Räch)
 

       

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                                                                Update by MaKe-Design  10.01.2009