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Titelliste:
01. Horizont
02. Komm her
03. Nur ein paar Tage
04. Kind der Sterne
05. Indigo
06. Diese Augen
07. Hätte würde wäre wenn
08. Heckenschützen der Angst
09. Emily im
Park
10. Schwarzer Film |
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01. Horizont
Text: Joe Knipp
Musik: Wolf Maahn
was kann ich tun,
daß du mich nicht belügen mußt
was kann ich tun, gegen die stiche in meiner brust
was kann ich tun, was kann ich tun
ich lauf' in deine arme, wie in goldene messer
und ich weiß genau, weiß genau
das nächste mal läuft es nicht besser
was kann ich tun,
daß ich mich nicht mehr zügeln muß
was kann ich tun, wo fängt es an, wann ist schluß
was kann ich tun, was kann ich tun
daß meine fragen nicht wie hunde einer treibjagd sind
das hin und her, das her und hin
ich springe über berge, über schluchten, über täler...
ich spring' über
den horizont
und küss dich einfach auf den mund
gleich jetzt und hier und ohne grund
will ich dich und mich ganz einfach und...
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was kann ich tun, daß du mich nicht vermißt
was kann ich tun, daß du mich auch nicht ganz vergißt
was kann ich tun, was kann ich tun
daß wir uns näher kommen, ohne uns zu erschlagen
daß ich dir was sagen kann, ohne zu sprechen
dich alles fragen kann, ohne worte zu brechen
ich spring' über
den horizont
und küss dich einfach auf den mund
gleich jetzt und hier und ohne grund
will ich dich und mich ganz einfach und...
zieh mich, faß
mich, reiß mich hin
nimm mich, laß mich, wie ich bin
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02. Komm her
Text und Musik: Alex Holtsch
ich kann nicht
anders sein
du brauchst nichts mehr zu sagen
in jedem stern gibts zwei
die sich nicht gern verraten
die herzen werden leer
so war's doch zu erwarten
ich kann dich rufen
hör'n
wir möchten uns vertragen
die nacht wird schläfer stör'n
die müssen sterne jagen
plötzlich kehrt ruhe ein
so bleibt man doch allein
ich wünscht' ich müßt'es nie mehr sagen
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komm her, komm her, komm her
nicht mal der
himmel weint
du wirst dich kaum darüber wundern
kein ton kein wort kein leid
du bleibst bei den gesunden
was soll ich jetzt noch tun
ich lasse sterne ruhen
und singe schon seit stunden
komm her, komm her,
komm her
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03. Nur ein paar
Tage
Text und Musik: Alex Holtsch
woran zweifel ich
jetzt
wenn ich mich frage
"hältst du mich fest"?
wenn ich versage
es war doch eh' nicht so viel
nur ein paar tage
laß mich nicht loß
nein, es geht mir nicht schlecht
ich meine...
ich weine doch bloß
wegen der kälte
ich schreib es dir so
zwischen zwei welten
ich weiß nie so recht
ob du mich hörst
nein, es geht mir nicht schlecht
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ich komm' gerne vorbei
wenn ich mal zeit hab'
vielleicht hast du gerade frei
das träum ich schon lang'
ich hoff' es wird dir nicht zuviel
wenn ich jetzt noch 'mal anfang'
ich brauche dich so
nein, es geht mir nicht schlecht
ich meine, ich meine...
ich weine doch bloß
wegen der kälte
ich schreib es dir so
zwischen zwei welten
ich weiß nie so recht
ob du mich hörst
nein, es geht mir nicht schlecht
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04. Kind der
Sterne
Text und Musik: Wolf Maahn
sie war ein kind
der sterne
sie war voller charme
lachte auf meinen knien
weinte in meinem arm
sie rief laut meinen namen
zog mir an den haarn
ihre blicke waren albern
ihre blicke waren warm
sie war ein kind
der sterne
gradeaus und frei
und die welt auf ihren schultern
war kinderleicht
jetzt kennt sie keine richtung
und hat schon genug
und spielt mit ihrem fahrschein
für den letzten zug
nicht schwarz nicht
weiß
ist nicht kalt oder heiß
sie weiß nicht mehr wo's lang geht
dreht sich hilflos im kreis
nicht ja nicht nein
ist nicht wasser nicht stein
sie hat sich irgendwann verlorn
und findet nicht mehr heim
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sie war ein kind
der sterne
und wuchs prächtig auf
was gut oder schlecht war
fühlte sie genau
jetzt schweigt sie allwissend
hat für sich abgeklärt
die einen kläffen mit der meute
die andern gar nicht mehr
sie liegt auf meinen knien
und ist weit weit weg
so als sucht sie in der ferne
irgendein versteck
sie war ein kind der sterne
ohne ein problem
was ist passiert
ich werd' es nie verstehn
nicht schwarz nicht
weiß
ist nicht kalt oder heiß
sie weiß nicht mehr wo's lang geht
dreht sich hilflos im kreis
nicht ja nicht nein
ist nicht wasser nicht stein
sie war ein kind der sterne
sie war ein kind der sterne
sie war ein kind der sterne
und findet nicht mehr heim
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05. Indigo
Text und Musik: Alex Holtsch
erinnerung an eine
sicherheit
blau!
blau!
jetzt gerad' ist
nichts mehr davon wahr
ohne blick
ohne wort
ohne leben
blau!
es ist wieder das
gleiche nichts
es ist wieder niemand da!
blau!
so egal,
ich hätte sterben können
ich hätte es nicht gemerkt
so egal,
ich hätte weinen sollen
es hätte mir das herz geleert
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nächtelang glaub
ich an nicht mehr
und dann doch an dich
blau!
so egal,
ich hätte sterben können
ich hätt' es nicht gemerkt
so egal,
ich hätte weinen sollen
es hätte mir das herz geleert
ein abend, blau!
indigo!
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06. Diese Augen
Text und Musik: Alex Holtsch
wo bist du
wenn ich dich seh' könnte ich sagen:
"ich werd' verrückt"
was tust du
tut es nicht weh was wir uns sagen
bringt es uns glück
wo bin ich
hinten im lager zwischen den kästen
sicherlich nicht
was tu ich
ich rede mit zahlen über das graue
wetterlicht
wohin gehst du
wenn ich das frage möchte ich wissen
kommst du mit
wie schaust du
mühelos dahin wo jeder weiß
daß es mich trifft
wen suchst du
für meine worte zwischen dem schlafen
brauchst du mich nicht
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wen rufst du
außer dich selbst und diesem wahnsinn
den dir keiner verspricht
diese augen wenn
sie klagen
wollen nicht nur traurig schau'n
deine augen darf
ich fragen
haben sie genug vertrauen
alle augen wenn sie
klagen
brauchen nur ein' kleinen traum
diese augen wenn
sie klagen
können ruhig zu mir schau'n
diese augen, diese
augen, diese augen...
wo bist du
wenn ich dich seh' könnte ich sagen:
"ich werd'
verrückt"
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07. Hätte würde wäre
wenn
Text und Musik: Alex
Holtsch
für dieses bild
gibst du dich her
ich habe keinen lebensgroßen
menschen vor der tür
ich kann mir kein gefühl erkaufen
die worte meistens
ziemlich leer
ich hätte gern etwas zum trost und
werf ihn hinterher
was sie schon lange nicht mehr brauchen
hätte würde wäre
wenn
wenn ich nicht wäre
kenne dieses spiel genau
und was es wert ist
hättest würdest
wärst du wenn
wenn du nicht wärest
kennst du dieses spiel genau
und was es wert ist
nochmal das bild ich leg es weg
es macht nur einsam und verbraucht mich
das was in mir steckt
ist alles gar nicht immer traurig
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wieder das wort es
macht nur schwer
wenn vieles gerade um mich lebt und
"alles gibt man her"
anstelle das man es vergräbt
hätte würde...
hättest würdest...
ein falsches bild
ist schuld daran
das wir uns gar nicht richtig kennen
ich biet mich noch mal an
und lasse bilder einfach rennen
zum schluß das
war's
ich streich es weg
ich hab soviel lebensgroße
wärme noch versteckt
für mich und all die atemlosen
hätte würde...
hättest würdest.
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08. Heckenschützen
der Angst
Text: Jo Knipp
Musik: Norbert Hamm
stirn und münder
sind zerfurcht
ohren, augen
sind gebrochen
böses kind, hast
nicht gehorcht
und die angst hat
zugestochen
ja, die furcht
steht
hinter hecken
hinter sonnig-
grünen bäumen
ach, dein mut geht
um drei ecken
milch und honig
willst du träumen
ungeheuer
kriechen, fallen
über dich und
deine ruh'
schüsse schallen
und sie knallen
alle türen
vor dir zu
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ja, sie wollen
mit dir fahren
in den grellen
sonnenschein
und sie zieh'n dir
an den haaren
lassen dich nicht
mehr allein
dein mut geht um drei ecken
um drei ecken geht dein mut
denn sie tun nicht,
was
du verlangst
deine heckenschützen der angst!
kind was hast du
nur verbrochen
böses kind, hast
nicht gehorcht
ganz umsonst, die
flucht seit wochen
vor den heckenschützen der furcht
sie tun nicht, was
du verlangst
deine heckenschützen der angst!
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09. Emily im Park
Text: Renate Otta
Musik: Mike Casanova
ein leichter nebel
drängt sich sachte aus der nacht
ihr roter mund halb
schlafend und halb wach
viel gerede - viel
begier
rosen in papier - wie immer
die liebe braucht ein bißchen rot
die stadt ist wie
ein meer
still und menschenleer
sie will noch nicht nach haus'
zieht die hohen schuhe aus
auf einer weißen
bank
sitzt emily im park
der wind umarmt sie leicht
der morgen ist ganz weich
für emily im park
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die straßen schlafen
alles wie gewohnt
sie schließt die tür auf
geht die stufen hoch
legt die rosen auf
die bank
das kleid hängt müd' im schrank - wie immer
die sonne schmeichelt sich herein
komm stör' nicht
meinen traum
meide diesen raum
die nacht kennt keine ruh'
ich lach', ich tanz', ich glänz' wie du
auf einer weißen
bank
sitzt emily...
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10.
Schwarzer Film
Text: Joe Knipp
Musik: Andreas Seibold
lange her, die
wolken ziehen
durch ihren kopf, durch ihre stadt
sie will die stunde fliehen,
die keine zeit mehr hat
jetzt sitzt sie im
zug, die reise
führt von ihr weg, sie fühlt sich matt
und streicht sich heimlich-leise
die gedanken glatt
der regen fällt,
die gleise fließen in den himmel
sie fährt hinaus durch leere hallen, dunkle räume
ihr atem friert und schnee fällt zwischen ihre träume
sie sehnt sich nur zurück, zur zeit, die keine stunde hat
blasse hände sieht
sie wehen
an ihrem fenster fliegt vorbei
ein haus, ein lied, ein regen
der blick fällt schwer, wie blei
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sie hat sich eingewoben
in diese straßen, diese stadt
vertan, verrückt, verschoben
ist alles, was sie hat
der regen fällt...
schwarzer film
kein bild will sich bewegen
das drehbuch
zerrissen blatt für blatt
lautlos
schwarzer film
was fließt, ist nur der regen
und die zeit, die keine stunde hat
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