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In
Rottweil am Neckar - zwischen
Stuttgart und Bodensee - wurde Anne
Haigis geboren. Schon früh tauschte
sie ihre Puppen gegen die Flöte ein
und entdeckte die Leidenschaft zum
Musizieren. Das war ihr Einstieg ins
Kammerorchester. |
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Mit
vierzehn Jahren zog sie sich von der Kammermusik in ihr eigenes
musikalisches Kämmerchen zurück, lernte die für eine
Eigenbegleitung not- wendigen ersten Gitarrengriffe und sang sich
ihren "Kleinstadt-Blues" und ihr ungestilltes Fernweh mit Songs
von King Crimson und Joni Mitchell von der Seele.
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Zum
ersten Mal in einem Stuttgarter Musikclub, begegnete sie der
Rockband "Foggy Day", die keine große Mühe hatte, Anne davon zu
überzeugen, dass sie das Singen zum Beruf machen solle.
Zurück in Rottweil verweigerte sie die nächste Mathearbeit,
indem sie ein leeres Heft abgab, setzte sich in den nächsten Zug
nach Stuttgart und verließ somit Schule und Elternhaus im Alter
von 16 Jahren.

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In
Stuttgart stieg sie 1974 bei der "Interstate Roadshow" ein, mit
der sie in amerikanischen Clubs Titel der aktuellen Charts
spielte. Im selben Jahr wurde sie von der Tübinger
Rock-Jazz-Band "RE" zu einem Gastauftritt gebeten. Sie sang vor
einem begeisterten Publikum, erlebte zum ersten Mal den Rausch
eines großartigen Applauses. Der trieb sie weiter nach St.
Tropez, wo sie mit zwei französischen Musikern in Restaurants
und auf Yachten Konzerte gab. |
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Zurück
in Deutschland entwickelte sie in der Zusammenarbeit mit "RE"
ihren eigenen Stil und gab den Songs von Airto, Flora Purim,
George Benson und Randy Crawford ihre unverwechsel- bare,
rockige Note. 1987 erhielt sie einen Preis
beim Nachwuchsfestival der "Deutschen Phonoakademie" in der
Sparte Jazz.
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1981
erschien das von der Kritik hochgelobte Debut-Album
'For here where the life is',
produziert von ihrem 'Entdecker' und späteren Lebenspartner
Wolfgang Dauner.
Neben ihrer ersten eigenen Tournee begleitete sie das "United
Rock & Jazz Ensemble" als Supportact. 1982 folgte das zweite,
gleichermaßen erfolgreiche Album
'Fingernails’
neben eigenen
Tournee-aktivitäten war sie Gastsängerin bei Produktionen der
"Radio Jazz Group" des Südfunk Stuttgart, bekam Einladungen zu
Rundfunkproduktionen von NDR und Bayrischem Rundfunk als
Solistin und war Bandmitglied von Wolfgang Schmidts "Wolfhound",
bei dessen Alben "Hallelujah" und "Neverending Story“ sie
mitwirkte.
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Nach
der Trennung von Wolfgang Dauner betrat sie auch musikalisch
Neuland: Abschied vom Jazz, Einstieg in deutschsprachige
Popmusik.
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Ihr
erstes deutsches Album
'Anne
Haigis',
produziert von Edo Zanki, erschien 1984 bei EMI Electrola. Der
Titel "Freundin" erklomm die Charts und wurde ihr erster Hit. In
TV-Shows wie "Einer wird gewinnen" mit Hans-Joachim
Kuhlenkampff, Rudi Carells "Verflixte 7", Thomas Gottschalks
"Na sowas", "Peter's Popshow",
"Rock Pop in Concert" und "Ohne Filter" war sie damals
kontinuierlich zu Gast. |
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1985
erschien
'Lass mich fallen wie Schnee'
(produziert von Tato Gomez)
und 1987 ihr
bis dato
erfolgreichstes
Album
'Geheime Zeichen'
(produziert von Tony Carey) Für
das 1989 erschienene Album
'Indigo' (Produzent: Wolf Maahn
und
Mandy van Baaren) erhielt sie im selben Jahr den deutschen Pop
Oscar: einen "Löwen" von Radio Luxemburg. |
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Mit
dem Wechsel ins letzte Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends
beschritt Anne wieder einen neuen Weg - ein Stück Freiheit
mehr, eine neue Entwicklung, aber auch wieder ein Abschied. Sie
wollte sich nicht mehr auf
ausschließlich deutsche Texte festlegen und nahm mit Tony Carey
und Eric Burdon den Titel "No man's land" auf. Dieser Entschluss
war zugleich die Trennung von ihrer langjährigen Plattenfirma
EMI. |
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Unterstützung
bekam sie von Kollege und beratendem Freund Peter Maffay, der
ihr mit ihrem neuen Selbstbewusstsein einen Vertrag bei BMG
Ariola verschaffte.
Zur Produktion ihres rockigsten Albums
'Cry Wolf' reiste sie 1992
nach Los Angeles und Nashville, wo sie in Zusammenarbeit mit
Kevin McCormick (Melissa Etheridge-Band), Barry Beckett
(produzierte u.a. die Dire Straits) und
Nils Lofgren maßgebliche Erfahrungen für die Zukunft sammelte.
Aus dieser Zeit stammt auch der Kontakt zu Melissa Etheridge,
die für sie die Songs "Dancing in the Fire" und "Out of My Mind"
schrieb. |
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Den
Aufnahmen zu 'Cry Wolf'
folgte eine zwei- monatige Europa-Tournee mit Curtis Stigers. Im
Anschluss daran speckte Anne ihre Band von Rock-
besetzung auf Akustikbesetzung ab und präsentierte ihre Stimme
von nun an fast pur - eben unplugged.
Unterstützt
von u.a. Geiger Mani Neumann (Trio Farfarello), spielte sie 1997
zusammen mit ihrem langjährigen Freund Franz Benton das
Livealbum
'Dancing in the Fire'
im Kölner Club
Bel Air
ein. Begleitet von Klaus Spangenberg, Jörg Hamers und Erich
Strebel, gab sie in den letzten drei Jahren
an die 200 Konzerte, einschließlich einer Kurztournee in
Brasilien.
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Mit
ihrem perfekt eingespielten Musikerteam erfüllte sich Anne zum
Jahrtausendwechsel einen großen Traum: sie beschloss, ihr Album
[mi:]
in Eigenregie an einem ungewöhnlichen Ort aufzunehmen. Weit ab
von Alltag und Großstadtrummel mietete sie ein Strandhaus an der
niederländischen Nordseeküste und richtete dort für die Dauer
der Produktion ein Studio ein. |
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Unglaublich
entspannend war für Anne die Produktion ihres zehnten Albums
'Homestory'.
Eine Woche lang hatte sich Anne Haigis zu Hause mit 'ihren drei
Männern' (Jörg Hamers, Jens Filser und Roman Metzner) verschanzt
- in der vierten Etage eines Kölner Wohnhauses. |
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Weniger
ist eben manchmal mehr.
Zusammen mit ihrem Bandgitarristen Jens Filser entstand 2005 das
Live-Album '8:00 pm'.
Wunderschöne Songperlen, denen das Duo mit begeisterter
Spielfreude und Leidenschaft neues Leben einhaucht.
Gemeinsam
mit ihrem musikalischen Partner Jens Filser kommt Anne Haigis
mit ihrem aktuellen Album 'Good
day fort he Blues'
einem vielfach geäußerten Wunsch ihres Publikums nach, tiefer in
den Blues einzu- tauchen.
Neben ihren vielen
Konzerten ist Anne als Gastsängerin auf der 'Tribute to Johnny
Cash' - Tour zu sehen und seit 2003 als Dozentin in
Gospel-Workshops tätig.
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